Feierlich trägt die Braut ihren Namen in das Ehestands-buch ein. Würde und Glanz strahlt sie aus.

Ihr „Ja, ich will“ verleiht ihr Autorität und Pracht. Es ist ihr Moment. Der Bräutigam tritt hierfür in den Hintergrund zurück. Die Braut unterschreibt mit einem neuen Namen. Mit dem Familiennamen des Bräutigams. Es ist nicht Unterwerfung, sondern Ausdruck ihrer Hingabe. Sein Name verleiht ihr seine Ehre und Sicherheit. Die Schönheit und Erhabenheit dieses flüchtigen Augenblicks wird ihm sein Leben lang Glanz und Glück schenken.
„Unterschreiben“ und „Unterzeichnen“ tut man einen Ehe-„Vertrag“. Falls je mal was schief gehen sollte. Dann weiß jeder der „Partner“, wie viel er rauskriegen würde mit „Zugewinn“ und so weiter… Ehe ist aber von der Anlage her tiefgreifender und umfassender. Mann und Frau werden vor Gott „eins“, quasi „eine Person“. Wer darin verletzt wurde, ahnt etwas von diesem Geheimnis. Denn es trennt sich mehr als ein „Partner“.
Dieser kurze Exkurs führt mich wieder zurück zur Erhabenheit der dargestellten Braut. Gleichnishaft wider-spiegelt sie die Hingabe und Würde der Gemeinde Jesu. Wie es geschrieben steht:
„Halleluja! Denn der allmächtige Gott hat das Reich eingenommen. Lasset uns freuen und fröhlich sein und ihm die Ehre geben! Denn die Hochzeit des Lammes hat begonnen, und seine Braut hat sich bereitet.“
Offenbarung 19,6-8
Und es ward ihr gegeben, sich in reinem und schönem Leinen einzukleiden (das kostbare Leinen aber ist die Gerechtigkeit der Heiligen).

Gottes Segen euch alle!
Klaus und Ruth Schonhardt

